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Die Geschichte des Porzellans

2000 Jahre Weisses Gold

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Es stach den Königen in den Augen, diese wunderbaren hauchdünnen Tassen und Teller, die man aus Porzellan herstellen konnte. Die Asien-Reisenden berichteten, dass solche Gegenstände in China als Zeichen von Macht und Ansehen galten. Die europäischen Könige mussten es aus China importieren und es gelang nicht, das Geheimnis um die Herstellung von Porzellan aus China herauszuschmuggeln. Nicht, dass sie das nicht gewollt hätten - Industriespionage ist keine Erfindung der Neuzeit - aber es fand sich trotz aller Bemühungen niemand, der das Risiko eines Verrats auf sich nehmen wollte.

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Wie so viele Ereignisse in der Weltgeschichte ist auch die Geschichte des Porzellans umstritten bzw. es gibt verschiedene Darstellungen und Sichtweisen.

Im wesentlichen geht es um die Frage, wer den Herstellungsprozess entdeckt hat, sozusagen um den oder die Erfinder des Porzellans. Das ist für die meisten deutschen Geschichtsschreiber genauso klar, wie für die chinesischen:

In Deutschland ist es vor allem der Name von Johann Friedrich Böttger, der mit der Herstellung des ersten brauchbaren Porzellans verbunden ist.

Für andere ist Böttger in erster Linie ein Alchimist (und damit letztlich ein Betrüger und Hochstapler), der von dem Sachsenkönig August dem Starken angeheuert wurde, um durch die zauberhafte Herstellung von Gold die leere Staatskasse zu füllen. In der heutigen Zeit wäre Böttger also eher Notenbank-Chef geworden, als Porzellanhersteller.

In China (und eigentlich auch in allen anderen Ländern) gibt es über den Ursprung des Porzellans aber auch nicht viel zu diskutieren: Der Herstellungsprozess von Porzellan (engl: chinaware oder porcelain) wurde in China entdeckt - lange bevor Böttger "Weisses Gold" herstellte, statt richtiges Gold.

Aber bis heute ist es nicht so ganz geklärt, seit wann es Porzellan gibt. Das hängt natürlich sehr stark an der Frage, was denn eigentlich als Porzellan bezeichnet werden darf: Die deutsche Version der Porzellangeschichte definiert Porzellan eben so, dass praktisch erst das Meissener Porzellan die Kriterien an Porzellan erfüllt und alles andere als Halbporzellan gilt, wie beispielsweise auch Majolika und Fayence.

Diese Art der Geschichtsklitterung ist bis heute genauso beliebt wie umstritten: Auch heute werden per Definition Ereignisse und Erfindungen, die einem nicht so in den Kram passen, einfach umgedeutet. Die Akten des Patent- und Markenamtes sind so voll davon, wie die Geschichtsbücher (die wundersame Verwandlung Mubaraks vom geachteten Staatsmann und treuem Freund westlicher Politiker zum geächteten Verbrecher mag dafür als eines der zahllosen Beispiele dienen)

Viele Historiker gehen davon aus, dass die Herstellung von Porzellan im Jahre 620 im Kaiserreich China erfunden wurde. Nicht wenige andere setzen den Beginn der chinesischen Porzellanproduktion schon deutlich vor der Zeitenwende an.

Unstrittig ist, dass es Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Dresden bzw. Meissen gelang, das erste europäische Porzellan zu produzieren. Das war im Jahre 1708. Nur zwei Jahre später entstand in Meissen die erste Porzellanmanufaktur Europas, die eine Weltgeltung erreichte, die bis heute anhält. Schon wenige Jahre später entstand in Wien die Wiener Porzellanmanufaktur, die Mitte des 19. Jahrhunderts (1864) die Produktion einstellen musste.

Ende des 19. und vor allem im 20. Jahrhundert - der Zeit der zunehmenden Industrialisierung - entstanden zahlreiche neue Porzellanfabriken, von denen allerdings eine ganze Reihe schliessen mussten, weil immer mehr preiswertes Porzellan aus Billiglohnländern importiert wurde. Da dieser Prozess parallel lief zu einer Änderung der Anschauungen der Bevölkerung in Fragen des Lifestyles, fielen den Herstellern des teuren deutschen Qualitätsporzellans keine rechten Argumente mehr ein, mit denen sie ihre doch recht hohen Preise den Kunden gegenüber rechtfertigen konnten.

Firmenübernahmen waren noch die mildeste Form, nicht wenige Porzellanhersteller verschwanden aber auch vollständig mitsamt Markennamen und Produktionsstandort.

Diese Entwicklung dreht sich mittlerweile wieder - Besitz und Präsentation von Markenporzellan ist zunehmend wieder en vogue. Oder, wie es der Verband der deutschen Porzellanhersteller formuliert: "Porzellan ist Leben."

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