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Markenporzellan
Ein bisschen mehr Lebensstil

Porzellan ist aus unserem Leben kaum wegzudenken. Dabei kennt die westliche Welt das "weisse Gold" erst seit 300 Jahren: Im Jahre 1708 gelang es Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus nach schier endlosen Versuchen endlich, brauchbares Porzellan herzustellen und 1710 wurde dann die Porzellanmanufaktur Meissen gegründet. Dieser Name steht bis heute für erstklassige Qualität.

Aber bis heute ist die Qualität des Porzellans sehr unterschiedlich: Das Spektrum reicht von hochwertigem Markenporzellan bis zur Massenware made in China, die oft auch nicht den Anforderungen entspricht, die man an ein so edles Material stellt.

Unter Markenporzellan.de stellen wir Ihnen Geschirr und Figuren der bedeutenden Porzellanmanufakturen vor. Wir wollen die einzelnen Marken "unter die Lupe" nehmen und die Unterschiede herausarbeiten, die bei den grossen deutschen Marken eher im Dekor liegen. Auch wenn das heutige deutsch-tschechische Grenzgebiet, die Region um Selb und Weiden herum, eines der wichtigsten Zentren der europäischen Porzellanherstellung ist, darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass hervorragendes Porzellan auch aus anderen Ländern, besonders Frankreich und England, bekannt ist.

Um das alles besser verstehen zu können, ist es hilfreich, sich ein wenig mit der Entstehungsgeschichte des Porzellans auseinander zu setzen. Lesen Sie auf markenporzellan.de deshalb mehr zur erstaunlichen Geschichte der (Wieder-)Entdeckung des Porzellans.

Einiges über Porzellan und seine Herstellung:

Porzellan besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen: Kaolin (Porzellanerde, Porzellanton), Feldspat und Quarz.

Das Mineral Feldspat ist sehr häufig, es kann durchaus als das wichtigste gesteinsbildende Mineral der Erdkruste bezeichnet werden.

Auch das recht harte Mineral Quarz gehört zu den häufigsten vorkommenden Stoffen überhaupt.

Kaolin (Porzellanerde, Porzellanton, weiße Tonerde oder Aluminiumsilikat) kommt in der Natur eher selten vor. Die wichtigsten Fundorte liegen in Deutschland (z.B. bei bei Hirschau in der Oberpfalz, sowie in Lohrheim im Taunus. Die meisten Fundorte von Porzellanerde befinden sich allerdings im Südosten unseres Landes, also im Bereich der ehemaligen DDR - und in Bayern an der deutsch-tschechischen Grenze.), in der französischen Bretagne, in Usbekistan und einigen anderen Fundorten.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass die Fundorte guter Porzellanerde i.d.R. auch entsprechende Herstellungsbetriebe für Porzellan nach sich ziehen. So finden wir die meisten deutschen Porzellanmanufakturen tatsächlich in Selb und Weiden, Arzberg und Tirschenreuth. Alle diese Ortsnamen sind auch dem Porzellanliebhaber als Markennamen ein Begriff und alle liegen sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt nahe der Grenze zur Tschechei.

Mit Porzellan - dem "weissen Gold" - verbinden sich die Träume von Königen. „Königstraum und Massenware - 300 Jahre europäisches Porzellan“ ist folgerichtig auch der Titel der grössten Porzellanausstellung, die es jemals auf dem Alten Kontinent gab und zwar anlässlich des Jubiläumsjahres 2010 im "Porzellanikon".

Aber Markenporzellan ist nicht nur Bestandteil der Lebensgewohnheiten der "Oberen Zehntausend". Trotz FastFood-Unkultur und Papptellern: Gepflegt essen ist "in" und dazu gehört auch gutes Porzellan und edles Tafelsilber.

Zwar stehen Meissner Porzellan und KPM ganz oben auf der Liste der deutschen Markenporzellane, aber realistischer sind wohl Hutschenreuter, Rosenthal und Fürstenberg, Seltmann-Weiden oder Villeroy & Boch.

Auch Arzberg und Thomas, Kahla und die Friesische Porzellanmanufaktur können sich sehen lassen.

Porzellan-Kranich

Viele von ihnen sind hervorgegangen aus einem einzigen "Stamm", der in Böhmen, im heutigen deutsch-tschechischen Grenzgebiet beheimatet ist.

Vom Stil her ganz anders als die deutschen Porzellanhersteller, die sich in Qualität und Stil doch sehr ähneln, sind z.B. Produkte der englischen Wedgwood-Gruppe. Die Marke Midwinter mit ihren rustikal wirkenden Dekoren gehört hierher. Auch in Frankreich wird bedeutendes Porzellan hergestellt (Limoges)

Markenporzellan ist aber mehr als nur Tafelgeschirr, sondern auch Figuren wie Göbel oder Hummel gehören dazu. Bei den Figuren(gruppen) steht der Name Meissen ganz oben auf der Liste.

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